Newsletter 58

Meldung vom

Die 58. Ausgabe unseres Newsletters "Komplexität & Lernen" ist jetzt verfügbar. Hier finden Sie aktuelle Informationen aus der Wirtschaftspsychologie, sowie aktuelle Projektstände und diverse Neuerungen.



Liebe Leserin, Lieber Leser,

diese Corona-Monate mit mehr oder weniger Lockdown finden auf eine Weise
„nicht statt“, auf der anderen Seite finden diese auch sehr intensiv statt. Sie finden
„nicht“ statt, da sich zentrale Merkmale eines Jahres wie St. Martin, Nikolaus,
Weihnachten, Silvester, Karneval und Fasching, Ostern mit ihren Symbolen, mit
ihren Feiern, mit den damit verbundenen Treffen nicht in meinen Erinnerungen
wiederfinden. Auf der anderen Seite findet ganz viel Forschung statt. Oder sagen
wir „Auswertung von Forschung“. Mit der Zeit, in der das Jahr „nicht stattfindet“,
können wir die Daten auswerten, die schon erhoben wurden, und wir sind selber
erstaunt, welche Datenschätze sich da zeigen.
Ich freue mich, dass wir in diesem Newsletter einen inspirierenden Mix aus den
Themen Teamwork, Unterstützung von Task Work durch Mixed Reality und der
Frage, wie können wir aus Fehlern lernen, die man auch eigentlich für sich behalten könnte, präsentieren können. Im Beitrag meiner Kollegin Vera Hagemann und
Kollegen von der Medizinischen Hochschule Hannover zeigen die Autor*innen, dass
sich die kollektive Orientierung durch positive Teamerfahrungen erhöhen lässt. Der
Beitrag von Helmut Blaschke macht deutlich, dass Mixed Reality Unterstützung im
Cockpit die Leistung unterstützen und den/die Pilot*in entlasten kann, wenn man
gleichwohl in Ausbildung und Training auch die Tücken der Technologie erleben
lässt und die optimale Nutzung der unterstützenden Technologien im Sinne der
Cognitive Readiness trainiert. Die Trainingsszenarien nutzen dabei im Sinne des
evidence-based Trainings reale Ereignisse und Unfallberichte.
Unfallberichte sind zu einem gewissen Grade öffentlich. Ein Unfall ist passiert,
die Presse und die Medien haben dazu berichtet, der Unfall wird analysiert und
Maßnahmen werden abgeleitet. Aber wie können Organisationen aus Ereignissen
lernen, die unbemerkt bleiben und deshalb nicht öffentlich ausgewertet werden?
Organisationen wollen aus diesen Ereignissen lernen und setzen auf freiwillige
Reportings. Sebastian Sieberichs berichtet, wann Pilot*innen bereit sind, diese
freiwilligen Reports zu verfassen. Er wertet dazu ca. 2000 freiwillige Berichte einer
Airline aus – mit spannenden Einsichten.

Ich wünsche Ihnen eine schöne Osterzeit, bleiben Sie optimistisch und bleiben
Sie „negativ“!

Annette Kluge & das gesamte Wips Team