Newsletter Ausgabe 36

Meldung vom Mittwoch, 30. September 2015

  • Aus der Forschung:
    • Die Einstellungen von Trainingsverantwortlichen gegenüber Simulator-Trainings (von Malte Dewies, Annette Kluge & Salman Nazir)
    • Ein erster Blick in die Zusammenhänge zwischen Trainingskultur und der Anzahl an Unfällen (von Annette Kluge)
  • Die Zusammenarbeit von Forschung und Praxis
    • Bericht zum „2nd Workshop Training and Assessment“ (von Salman Nazir und Annette Kluge)
    • Wie sollten Organisationen vergessen, was sie nicht (mehr) brauchen? (von Annette Kluge)
  • Aus der Praxis:
    • Aus der Luft gegriffen (von Ulf Klimke)
  • News aus dem Lehrstuhl Wirtschaftspsychologie
    • Neues Projekt „Eine Simulationsstudie zur Krankenhausplanung in Deutschland“ (von Vera Hagemann)
    • Berlin Summer School for Human Factors (von Sebastian Brandhorst & Barbara Frank)
    • Informationen zu unseren aktuellsten Veröffentlichungen

 

 

Liebe Leserin, Lieber Leser, was gab einmal Zeiten, in denen die Bundeswehr noch Bundeswehr war. Alle die vor den 70er Jahren geboren wurden, können sich vielleicht noch erinnern. Die Bundeswehr unterstützte bei vielen Naturereignissen mit dramatischen Konsequenzen, aber auch bei weniger dramatischen Aktivitäten z.B. mit Zelten oder Bussen aus und nahm aktiv teil am gesellschaftlichen Leben. Ich kann mich erinnern, dass wenn mein Vater, der sich sehr für das gemeinsame Lernen, Arbeiten und Wachsen von Behinderten und Nicht-Behinderten einsetzte, für eine Gruppe jugendlicher behinderter und nicht-behinderter Menschen einen Bus brauchte, die Bundeswehr mit Bussen aushalf (das was heute als Inklusion „gehyped“ wird, machte mein Vater schon vor 40 Jahren). An diese unbürokratische Hilfe ist heute kaum zu denken. Feuerwehrleute berichten, dass man früher bei extremen Wetterphänomen (wie bei den Unwettern im Ruhrgebiet wie sie in den letzten Jahren vereinzelt auftraten) immer auf die Bundeswehr und zahlreiche Kräfte und motivierte Helfer/innen setzen konnte, die professionelle Hilfe leisteten und die Katastrophenhelfer/innen unterstützten und ablösten. Politische Entscheidungen über Budget- und Ressourcen-„Allokationen“ werden mit diesem Newsletter wahrscheinlich nicht beeinflusst werden können. Aber mir hat es die Geschichte „Aus der Luft gegriffen“ aus der „alten“ Bundeswehrzeit so sehr angetan, dass ich sie gerne auf diesem Wege mit Ihnen teilen möchte. Zusätzlich zum Nostalgie-schwelgen erfahren Sie zudem in diesem Newsletter was Trainingsverantwortliche in High Reliability Organisationen über den Wert von Simulatortrainings denken, wie Training die Anzahl der Unfälle reduzieren kann, wie in Norwegen über Training für den Offshore- und Hochseeschifffahrtsbereich gedacht wird, sowie von einem neuen Projekt, in dem wir den Organisationen das Vergessen beibringen werden.

Newsletter Ausgabe 36