Newsletter Ausgabe 18

Meldung vom Donnerstag, 24. März 2011

  • Aus der Forschung:
    • Begünstige Faktoren für Regelverstöße in Organisationen (von Annette Kluge)
  • Aus der Forschung für die Praxis:
    • Potenzialabschätzung für den Nutzen eines Großgerätesimulators (Tagebaubagger) (von Annette Kluge)

Liebe LeserInnen, Liebe SteuerzahlerInnen Wir wollen Ihnen gleich zu Beginn als deutsche/r Steuerzahler/in danken. Denn Ihre Steuergelder gehen in Form von Forschungsgeldern der Deutschen Forschungsgemeinschaft (kurz DFG) in unsere Forschung ein. Dank Ihrer Steuerzahlungen werden wir in den nächsten drei Jahren untersuchen, unter welchen Bedingungen MitarbeiterInnen in Organisationen dazu neigen gegen sicherheitskritische Regeln zu verstoßen. Dass das ein wichtiges Thema ist, zeigen die Unfallauswertungen verschiedener Katastrophen wie Tschernobyl oder aktuell im letzen Frühjahr die Explosion der Ölbohrplattform Deepwater Horizon, deren Unfallauswertungen ausführlich im Netz nachzulesen sind. Da wir Sie nun ja schon direkt auch als SteuerzahlerIn angesprochen haben, wollen wir Ihnen nicht vorenthalten, dass wir einige Aspekte des theoretischen Modells, mit dem wir arbeiten werden, und das wir dafür neu entwickelt haben, nun interessanterweise aus der Forschung zur Steuerhinterziehung entliehen haben. Die Forschung zu Regelverstößen und zur Steuerhinterziehung ist natürlich keine einfache Sache. Denn man findet in der Forschung zur Steuerhinterziehung leider nur wenige Personen, die sich diesbezüglich einer freiwilligen Befragung stellen und ehrlich antworten würden. Und genauso ist das auch mit unserer Forschung zu Regelverstößen. Deshalb mussten wir uns auch einige Tricks einfallen lassen, um Experimente zu entwickeln, die nicht direkt offensichtlich werden lassen, dass es um Regelverstöße geht. Wie das genau geht, verraten wir Ihnen in diesem Newsletter noch nicht, aber unsere theoretischen Überlegungen zum Thema Regelverstöße in Organisationen. Aber seien Sie gewiss, Ihre Steuergelder sind ganz hervorragend bei uns aufgehoben.

Newsletter Ausgabe 18